Ein Blick ins Altertum

Die irisierende Schönheit der Perlen fasziniert Menschen schon seit Anbeginn der Zeit. Zahlreiche Legenden umranken die geheimnissvolle Kostbarkeit aus dem Wasser. Von den Persern als "Tränen der Götter" verehrt, die Griechen sehen in Ihnen glitzernde Tautropfen und ein altes chinesisches Märchen beschreibt sie als reinste aller Juwelen als "Tropfen des Lichts". Kein Wunder also, dass Perlen für die Menschen etwas ganz Besonderes sind.

Die Geschichte der Perlen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Perlen gehören zu den ältesten Schmuckstücken der Menschheit. Man geht davon aus, dass die ersten Perlen zufällig bei der Nahrungssuche gefunden und als "Wunder der Natur" beschrieben wurden.

Der Persische Golf war seit dem Altertum das wichtigste Fundgebiet der Naturperlen. In der Manaar-Bucht entdeckte man ein grosses Perlenvorkommen, das von der arabischen, persischen und indischen Welt sehr umkämpft war. 

Man kennt den ältesten Perlenschmuck, eine Kette, aus dem persischen Reich aus der Zeit ca. 2500 v. Christus. Sie wurde zu den «Acht kostbarsten Dinge» gerechnet. Im gesamtem Altertum, ob in der arabischen Welt, Persien oder Indien, waren Perlen hochgeschätzt. Auch in Mittelamerika, dem Gebiet Mexikos, fand man viele religiöse Figuren, Gottheiten, Kulturgüter, Tempel die mit Perlen geschmückt und verziert waren. In verschiedenen Kulturen und Religionen waren Perlen oft mit Schönheit, Reichtum und spiritueller Erleuchtung verbunden.

Geschichte und Entwicklung

Um 2200 v. Chr. gab es zwei wichtige Handelswege:

  1. Indien-Persischer Golf, wichtig Bahrein-Dubai, Babylon/Assyrien Damaskus/Tyros Sidon, heute Libanon, indische Küste: Ceylon
  2. Persischer Golf – Rotes Meer – Ägypten

700 v. Chr. Die erste Erwähnung von Süsswasserperlen aus England/Schottland und der Handel nach Alexandria. Sie waren Handelsgut der Keltenstämme.

300 v. Chr. - 200 n. Chr. Während des Römischen Reichs war die Blütezeit des Perlenhandels und der besseren Gesellschaft vorbehalten Perlenschmuck zu tragen.

Im christlichen Mittelalter galt die Perle als Sinnbild der Liebe Gottes. Könige/Herrscher schmückten sich und Kleider mit der schimmernden Pracht, als Zeichen von Wohlstand und als Insignien der Macht. Die Damen bei Hofe flochten sich Perlen ins Haar oder verzierten ihre hochgesteckten Frisuren mit perlenbestickten Bändern. Es war die Blütezeit des Perlenhandels in Europa. An den europäischen Höfen war der Perlenprunk unübersehbar. Im Mittelalter begann man mit der Verwendung von Perlen in der sakralen Goldschmiedekunst. Zunächst wurden Kreuze, Kelche mit Perlen geschmückt, später ab dem 11.Jahrhundert kamen Bischofstäbe, Messgewänder und Altarbehänge hinzu.     

Nachdem im 18./19. Jahrhundert die Nachfrage der Perlen nachgelassen hat, Perlen wurden von Diamanten verdrängt, gab es um 1850–1920 einen erneuten Aufschwung durch Adel und Bürgertum in Paris.

Durch die Begehrtheit der Perlen versuchten um 1900 mehrere Wissenschaftler die Kultivierung  einer runden Perle. 1916 gelang es demJapaner Kokichi Mikimoto die erste runde Perle zu züchten.  Der Beginn der Zuchtperlen-Geschichte.

Zurück zu Perlenreise